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Regionales Berufliches Bildungszentrum der Landeshauptstadt Schwerin

- Wirtschaft und Verwaltung - Seminarschule

Medienbildung/Digitalisierung

Medienbildung in den beruflichen Schulen gemäß Medienentwicklungsplan der Landeshauptstadt Schwerin

Die Schüler*innen der beruflichen Schulen sollen mit Medien lernen und leben können. Dafür müssen entsprechende Möglichkeiten geschaffen werden. Wichtig sei der Zugriff auf Daten von jedem Ort (z.B. auch im Ausbildungsbetrieb) und zu jeder Zeit und das Medien unabhängig von der Herkunft (und Finanzkraft) der Eltern bereitgestellt werden. Auch die E-Mail-Kommunikation zwischen Schüler*innen sowie Lehrkräften sei wichtig.

Die dualen Partner stellen zum Teil neue Anforderungen, denen die Schulen nicht immer hinterherkommen. Zum Teil fordern Betriebe mehr ein, als die Prüfungsordnungen hergeben (z.B. bei der Softwarenutzung mit aktuellen Programmen). In den kaufmännischen Schulen spielt eCommerce eine zunehmende Rolle. In den sozialen Berufen könnten z.B. digitale Patientenakten eine Rolle spielen.

Die Medienbildung in den Schulen sollte durch abteilungsübergreifende Arbeitsgruppen vorangebracht werden. Aus Sicht der Schule sind die Rahmenpläne jedoch zu wenig explizit in Hinblick auf das Medienthema. Oft wird ein Teaching-to-the-Test erwartet, so dass es wenig Spielräume gibt, mit digitalen Medien etwas auszuprobieren. Für die Arbeit mit digitalen Medien sollte in den Schulen eine Kultur entwickelt und Fronten aufgebrochen werden. Zudem muss der Wandel in den Berufsfeldern durch Digitalisierung bewältigt werden. Innerhalb der Schule sollen Materialien in Pools geteilt werden. Eine schulübergreifende Kooperation wird als eher schwierig eingeschätzt. Weiterhin können digitale Medien die Schulorganisation unterstützen. Es sei wichtig dafür die Kollegien durch Fortbildung mitzunehmen.

Ziele der BSWV

Um dem Slogan der Schule „Bildung in sozialer und wirtschaftlicher Verantwortung“ jetzt und in Zukunft gerecht zu werden ist die Medienbildung unverzichtbarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit und fest im Qualitätsleitbild verankert. Durch die Umsetzung des Medienbildungskonzeptes wird die Transparenz der Bildungsprozesse und deren Ergebnisse für alle am Schulleben Beteiligten erhöht.

Auf Basis einer modernen medialen Ausstattung wird die Unterrichtsqualität an der BSWV sowohl im Bereich der Vollzeitschule (Fachgymnasium), der Berufsschule und der Fachschule von den Lehrer*innen gemeinsam mit den Bildungspartnern (Schüler*innen, Auszubildende, Betriebe, Eltern, Kammern u.a.) auf einem hohen Niveau gesichert und weiterentwickelt.

Die dadurch entstehende Unterrichtsentwicklung wird von der Arbeitsgruppe (AG) „Medien“ in Zusammenarbeit mit der Steuergruppe „Qualitätsentwicklung“ begleitet, koordiniert und evaluiert. Sowohl die Arbeit der Steuergruppe als auch die der AG „Medien“ werden ebenso wie die Weiterentwicklung der medialen Kompetenzen der Lehrer*innen durch die Schulleitung gefordert und gefördert. Grundlage für die IST-Standserhebung der medialen Kompetenzen, die in die Starttage implementiert wird, ist das Kompetenzraster aus dem Europass der EU (http://europass.cedefop.europa.eu). Darauf aufbauend werden die „Kompetenzen in der digitalen Welt“ der KMK Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ weiterentwickelt.

Ziele für alle am Schulleben Beteiligte

Schülerinnen und Schüler

Die Schüler*innen unserer Schule sollen durch die Realisierung dieses Medienbildungskonzeptes individuell unterstützt, gefördert und motiviert werden. Dabei sollen vielfältige Lernwerkzeuge sowie responsive und interaktive Arbeitsoberflächen zum Einsatz kommen, durch die kreative Kollaborationen mit Mitschülern und Lehrkräften sowie der Austausch mit Schüler*innen weltweit und mit Experten aus verschiedensten Fachbereichen ermöglicht werden. Selbstgesteuertes Lernen im eigenen Tempo und mit Fokus auf eigene Interessen sollen ebenso unterstützt werden wie das ortsunabhängige Lernen auch an außerschulischen Lernorten. Sowohl für das Leben als auch für ihren Beruf sollen die Schüler*innen mit Kompetenzen im Bereich der Medienbildung ausgestattet werden, die ihnen ein Leben in einer von Medien geprägten Welt ermöglichen. Die angestrebten Lernerfolge in Bezug auf die Medienkompetenz der Schüler*innen werden durch lernfeldübergreifenden Projektunterricht ermöglicht.

Lehrkräfte

Das MBK dient den Lehrkräften der Schule als Grundlage, differenziert und inklusiv zu unterrichten, diesen Unterricht weiterzuentwickeln und soll methodisch-didaktische Innovationen ermöglichen. Die Lehrer*innen entwickeln gemeinsam Lernszenarien für alle Lerngruppen, die auf einer gemeinsamen Lernplattform zugänglich gemacht werden. Selbstorganisiertes Lernen wird so auf Grundlage gemeinsamer Standards in allen Abteilungen der Schule gefördert.

Dabei soll sowohl die Unterrichtsorganisation als auch die Kommunikation mit Schüler*innen, Eltern, Ausbildenden in den Betrieben sowie mit den Kolleg*innen in der Schule erleichtert werden. Die Lehrer*innen sollen ortsunabhängig auf bedarfsgerechte Fortbildungsangebote zugreifen können, die sie dazu befähigen, Unterricht unter Einbezug von Medienbildungskompetenzen zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Durch digitalen Workflow sollen Entlastungen geschaffen und Ressourcen effektiver genutzt werden.

Schulleitung

Die Schulleitung soll durch ein erleichtertes Monitoring in die Lage versetzt werden, die SuS beim Erreichen ihres Ausbildungsziels besser unterstützen zu können. Unter anderem sollen dafür automatisierte Statistiken zur Verfügung gestellt werden, um dadurch die Kommunikation mit dem Kollegium, den Schülerinnen und Schülern, den Eltern sowie den Ausbilderinnen und Ausbildern in den Betrieben zu erleichtern und qualitativ aufzuwerten. Der Austausch mit anderen Schulen, auch international, soll gefördert werden.

Eltern sowie Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben und Kammern

Das Medienbildungskonzept hat des Weiteren zum Ziel, die Eltern sowie die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben verstärkt in den Schulalltag mit einzubeziehen. So sollen sie über die Lerninhalte und die Teilhabe an Schulaktivitäten informiert werden. Insbesondere mit den Ausbildungsbetrieben soll dadurch ein Austausch zu den Ausbildungsinhalten ermöglicht werden. Entsprechend der betrieblichen Erfordernisse werden Ausbildungsinhalte angepasst, weiterentwickelt und umgesetzt. Weiterhin soll die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Eltern bzw. den Ausbilderinnen und Ausbildern in den Betrieben erleichtert werden. Die fortschreitende Digitalisierung im Bereich der zuständigen Stellen soll durch die technische Basis an der Schule nutzbar sein und unterstützt werden. Notwendige Entwicklungsschritte werden mit den Ausbildungsbetrieben abgestimmt und evaluiert.

Schulkooperationen

Die BSWV strebt im Rahmen der Medienbildung und der mit ihr zusammenhängenden Digitalisierung den Austausch mit Kooperationspartnern an. So findet bereits eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Berufsbildenden Schule IV „Friedrich List“ in Halle und der Mulernes Legatskole (Sekundarschule) in Odense statt. Beide Kooperationen sind geprägt von gegenseitigen Schulbesuchen durch Kolleginnen und Kollegen der jeweiligen Schulen. Mit der Mulernes Legatskole finden darüber hinaus jährliche Schüleraustausche statt. Durch den Einsatz gemeinsam genutzter digitaler Plattformen soll zukünftig ein regelmäßiger Austausch sowie die Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien und -konzepten stattfinden.

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